| TYP: | Industrie |
|---|---|
| CO₂-Reduktion p.a: | 75,200 kg |
| Installierte Solarkapazität: | 439 kWp |
Das Logistikzentrum der Schweizerischen Post in Untervaz setzt mit einem von enshift entwickelten, einzigartigen vertikalen Solar- und Batteriesystem einen neuen Massstab für energieintegrierte Infrastrukturen. Indem Gebäudefassaden und Arealgrenzen in aktive Energieflächen verwandelt und mit grossen Batteriespeichern kombiniert werden, wächst der Standort über klassische Dachsolaranlagen hinaus zu einem ganzheitlich optimierten und widerstandsfähigen Energiesystem heran.
Am Standort Untervaz wurde die Solarstromerzeugung weit über die Dachflächen hinaus erweitert. Ergänzend zur bestehenden PV-Aufdachanlage mit 772 kWp wurden ein vertikaler PV-Zaun mit 175 kWp sowie eine PV-Fassade mit 264 kWp realisiert. Damit werden bislang ungenutzte Flächen in produktive Energieanlagen umgewandelt. Sauberer Strom wird bereits heute direkt vor Ort erzeugt und genutzt. Das Rückgrat des Gesamtsystems bildet ein Batteriespeichersystem (BESS) mit einer Leistung von 1 MW und einer Kapazität von 2 MWh. Es ermöglicht eine intelligente Bewirtschaftung der lokal produzierten Energie, indem Überschüsse gespeichert und bei Lastspitzen oder Netzengpässen gezielt wieder abgegeben werden. Der Vollbetrieb der Anlage ist für Januar 2026 vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt stellt das System flexibel abrufbare Energie bereit, erhöht die Versorgungssicherheit und schafft die Grundlage für eine umfassende und standortweite Energieoptimierung.
Das Projekt kombiniert horizontale und vertikale PV-Anlagen, um den Energieertrag über das gesamte Areal hinweg zu maximieren. Dach-, Fassaden- und Zaunanlagen wirken dabei als integriertes Gesamtsystem, das über den gesamten Tagesverlauf sauberen Strom erzeugt und sich zugleich nahtlos in die bestehende Infrastruktur einfügt.
Das 1 MW / 2 MWh BESS (Battery Energy Storage System) macht die Solarstromerzeugung zu einer steuerbaren Energiequelle. Es speichert lokal erzeugten Strom, stabilisiert die Versorgung bei Lastspitzen und Netzschwankungen und ermöglicht sowohl die Spitzenabdeckung als auch die zukünftige Teilnahme an Flexibilitätsmärkten.
Ein integriertes Energiemanagementsystem optimiert Erzeugung, Speicherung und Verbrauch in Echtzeit. In einer ersten Phase liegt der Fokus auf der Maximierung des Eigenverbrauchs am Standort. Ab 2026 ist zudem die intelligente Steuerung von 21 EV-Ladestationen vorgesehen, um die Mobilitätslasten noch stärker mit der Solarstromerzeugung abzustimmen.